Geschichte

Zusammenfassung

Die Eusebiuskirche oder „Grote Kerk“ (Große Kirche) zu Arnheim entstand zwischen 1452 und ca. 1570 als typisches Werk der Spätgotik. Am selben Ort – mitten im Herzen des alten, mittelalterlichen Arnheim – existierte bereits im 9. Jahrhundert ein romanischer Vorgängerbau, der dem heiligen Martin geweiht war.

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Anhand obiger Grundrisse lässt sich die Baugeschichte der Eusebiuskirche ab dem 9. Jahrhundert nachvollziehen. Die Grundrisse basieren auf den Zeichnungen von A. Warffemius.

Im 15.  beschlossen die Kirchen- und Stadtoberen von Arnheim den Bau einer größeren, repräsentativeren Kirche. Die Arbeiten an dem spätgotischen Gotteshaus begannen 1452. Als die Arnheimer Pfarrgemeinde 1453 von der Abtei Prüm die Reliquien des heiligen Eusebius erhielt, fiel die Entscheidung, die neue Kirche nach Eusebius zu benennen. Durch allerlei Rückschläge – unter anderem finanzielle Schwierigkeiten – konnte der Bau erst nach gut einem Jahrhundert fertiggestellt werden. Einer der größten Förderer des Kirchenbaus, Herzog Karl von Egmond, fand in der Eusebiuskirche seine letzte Ruhestätte. Seine Grablege im Chor gehört heute zu den interessantesten Details der Kirche.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche protestantisch, mit großen Folgen für die Innenraumgestaltung: Bilder, Altäre und Wandmalereien wurden entfernt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts befand sich die Eusebiuskirche in einem schlechten Zustand. Dies machte eine Restaurierung nötig, die 36 Jahre andauern sollte. Bis 1930 waren die Instandsetzungsarbeiten weitestgehend abgeschlossen.